Tiermedizin mit Einfühlungsvermögen, Zeit und Kompetenz für Hund, Katze, Maus und alle tierischen Lieblinge

Wildtiere in Not und unsere Tierarztpraxis

Ich bin Tierärztin aus Leidenschaft und meine ganze Familie zieht mit. Tiere sind ein gewichtiger Teil in unserem Leben und davon ausgenommen sind auch nicht die Wildtiere, bei denen es auch vorkommt, dass sie ohne Hilfe von außen auf Grund von Krankheit oder Verletzung nicht überleben würden.
Genau hier können und wollen meine Familie und ich helfen, soweit es uns möglich ist und richtig erscheint.
So kommt man unverhofft zu kleinen Pfleglingen, die viel Arbeit machen und jede Menge Zeit kosten, aber es ist die Mühe alle Male wert, denn diese Geschöpfe geben einem das mindestens zehnmal zurück und spähtestens, wenn man dann noch erleben kann, wie sie in die Natur zurückkehren, wo sie definitiv hingehören, weiß ich, warum ich/wir das mache(n)….



September 2015 - Igel "Friedolin" in Not

Ende September 2015 brachte ein aufmerksamer Vater von der Freundin unserer Tochter einen kleinen, schwerverletzten Igel (ca.240g) zu uns. Er irrte wohl tagsüber in einem Wohngebiet umher. Jedenfalls musste ich nach eingehender Untersuchung diverse Baustellen feststellen, unter anderem ein zerstörtes Auge, eine Luftansamlung unter der Haut und und und.. Trotzdem erschien mir der Kleine vergleichsweise agil, was eine minimal Chance für ihn zu bedeuten schien und ich sollte mit meiner Vermutung bisher nicht falsch liegen. Mittlerweile geht es ihm schon wieder wesentlich besser und ich bin guter Dinge, dass er im nächsten Frühjahr wieder durch die Freiheit streifen kann. Fortsetzung folgt!






Mai 2015 - Eichhörnchen "Fackel" in Not, jetzt nicht mehr! ;-)

Im Mai 2015 brachte mir ein sehr aufmerksames Pärchen nach einer kleinen Odyssee ein halbtotes und verletztes, 3-4 Wochen altes Eichhornbaby. Seine Geschwister waren bereits tot und der Kleine (ja, es ist ein Junge) war auch nicht mehr weit davon entfernt, aber Dank des beherzten Engagements der Finder und der folgenden Behandlung, sowie der intensiven Pflege (Füttern alle drei Stunden, auch Nachts) bei uns, ging es dem Kleinen immer besser! Er nahm an Gewicht zu und konnte dann sein verletztes Hinterbein auch wieder bewegen und normal nutzen.

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Der Kleine bekam den Namen „Fackel“ und nachdem er immer mobiler wurde, besorgten wir kurzentschlossen eine, für Babyeichhörnchen, adäquate Behausung (eine Kleintiervoliere), in der er bis zum Auszug ins Außengehege und der anschließenden Auswilderung, seinen Unfug treiben sollte.
Nun ja, es kommt immer anders als geplant, gerade bei Wildtieren, so auch bei Fackel, der kleine beschloss irgendwann im jugendlichen Alter sich selbst Auszuwildern, was aber gründlich schief ging.
Nach dem er quietschtvergügt nach seinem Ausbruch die Freiheit entdeckte und auch nicht einmal für seine geliebten Nüsse zurückkommen wollte, suchte er wohl für die Nacht ein Schlafplätzchen und das war der Keller unserer Nachbarin. Die wiederum entdeckte ihn dort nur durch einen Zufall und gab uns dann bescheid.
Völlig ausgehungert, durstig und fertig wie ein „Brötchen“, sprang er mir dort in die Arme und kuschelte sich sofort in meine Hände ein. Das war das Ende von seinem ersten Ausflug in die Freiheit.

Ein paar Wochen später, sollte es dann wirklich soweit sein, die Freiheit rief ihn sehr deutlich. Also kurz noch einen Kobel hoch in unserem Apfelbaum aufgehängt und los ging es! Es war die Freude pur, Rasen, Bäume, Schmetterlinge, Nachbarn und was es sonst noch so für ein kleines Hörnchen zu entdecken gab.
Alle Nachbarn waren sensibilisiert und so ging die erste Begegnung mit einer Katze auch glimpflich aus. Dann kam die Nacht, für die er sich bei einem Nachbarn auf einen Apfelbaum begab.
Am nächsten Morgen ging unsere Tochter mit Hund Momo in den Garten spielen und Momo entdeckte dann den schwer verletzten Fackel in unserem Pflaumenbaum.
Nach einem beherzten Griff konnte ich ihn untersuchen und unsere Tochter beruhigen, dass das Auge nicht raushängt, sondern „nur“ verletzt ist, aber das sehr heftig, neben noch anderen Blessuren. Was genau passiert ist, da können wir nur spekulieren, vielleicht ein Vogel, ein Marder oder ein Artgenosse, egal, gerade noch einmal Glück gehabt...
Nach vier Wochen intensiver Behandlung war von dem Malheur außer einer kleinen Hornhauttrübung nichts mehr zurückgeblieben, trotzdem haben wir beschlossen, dass das kleine „Pechhörnchen“ vorerst in seiner jetzt richtig großen Voliere bleibt und so ein sicheres Winterquartier mit ausreichend Futter hat!



April 2014 - Waschbärbabys in Not

Sonnabend 27.04.2014 - Schönstes Segelwetter - Ein Anruf - Notfall, vier Waschbärbabys im Eimer vor der Praxis gefunden!
So kommt man ungewollt zu vier (zugegebenermaßen) sehr süßen Pfleglingen. Da die Kleinen (drei Jungs und ein Mädchen), schon sehr ausgekühlt und ausgehungert waren, mussten sie sofort erstversorgt werden! Angewärmte Aufzuchtsmilch mit der passenden Schnullerflasche (;-)) half da Wunder! Und, danach die obligatorische Bauchmassage: wo was reinkommt, da will auch wieder was raus! Für Alle die jetzt kurzzeitig den Anflug eines Gedankens haben: ...auch haben wollen....! Das ist richtiger Stress, alle zwei Stunden pünktlich: füttern, massieren, Sch.... und Pipi wegwischen x 4, Tag und Nacht! Und, Waschbären sind und bleiben Wildtiere, die wieder in die Freiheit gehören! Wir haben die vier Racker, nachdem es allen Bären wieder bestens ging, an eine vom Land Berlin zugelassene Aufzuchts- und Auswilderungsstation übergeben, auch wenn es uns, besonders unserer Tochter, schon nach dieser kurzen Zeit schwer fiel. (die sind einfach zu niedlich!)
Und nun noch das Video zum Schmachten ...